efh_120 Wohnhaus im Bregenzerwald

Das Wohnhaus steht auf einem Grundstück am Ortsrand von einer Ortschaft im Bregenzerwald. Bestimmend für die Architektur ist die Besonderheit der Lage. Zum einen der angrenzende Flusslauf, die Enge des Tals sowie die dörfliche Struktur der umgebenden Bebauung mit den ortstypischen Satteldächern. Das Gebäude ergänzt das intakte Dorfgefüge und bedient sich in Form, Material und Kubatur an der regionalen Baukultur des Bregenzerwaldes. Das Wohnhaus  mit Unterkellerung besteht aus einem  länglichen Baukörper mit integrierter Garage und einem für die Region Bregenzerwald typischen Satteldach mit Schindelfassade. Das Gebäude wurde aufgrund einer möglichen Hochwasserproblematik etwas angehoben auf dem Grundstück platziert. Um die Besonnung auch im Winter bei tief stehender Sonne optimal ausnützen zu können wurden die Wohnräume im Obergeschoss untergebracht. Der Zugang in  das Gebäude erfolgt witterungsgeschützt über eine Fuge zwischen Garage und Wohnhaus. Eine große Öffnung ermöglicht den  Durchblick auf die umgebende Landschaft der Region. Bei Bedarf kann ein großer Schiebeladen schützend vor die Öffnung geschoben werden. 

Vom Eingangsbereich mit Garderobe und Nasszelle erschließt ein Flur die nacheinander folgenden Kinderzimmer, Büro, Elternschlafzimmer mit stirnseitigem Badezimmer.  Eine einläufige Treppe führt vom Flur aus in den Keller mit Technik- und Nebenräumen bzw. vom Eingangsbereich in Laufrichtung direkt in das Obergeschoß mit Koch-, Ess- und Wohnbereich. Ein Abstellraum mit Holzofen trennt dabei optisch etwas den Wohnraum vom Ess-, Kochbereich ab. Ein auf der gesamten Nordseite eingefügtes schmales Fensterband erlaubt vom Obergeschoß Ausblicke in die rückwärtige Berglandschaft und belichtet gleichzeitig den Treppenlauf. Das Obergeschoß ist süd- und ostseitig mit vorgelagerter Terrasse komplett raumhoch verglast und ermöglicht somit einen größtmöglichen Ausblick auf die markanten Felsen der Kanisfluh in die beeindruckende Berglandschaft der Region Bregenzerwald.  Durch ein Brüstungsfenster Richtung Westen kommt die tief stehende Sonne am Abend durch den ganzen Raum.

Die vorgelagerte Terrasse erweitert optisch den Innenraum und das Vordach schützt vor sommerlicher Überhitzung. Im Winter wird die flach stehende Sonneneinstrahlung als passiver Energiebeitrag genutzt. Richtung Osten wurde die Terrasse um das Dach vom Zugangsbereich und das Garagendach erweitert. Die große Terrasse ersetzt teilweise den direkten Gartenzugang wird häufig als Spielfläche genutzt. Eine ringsum laufende Brüstung schützt auf der Terrasse vor unerwünschten Einblicken und fügt das Wohnhaus mit Garage optisch zu einer Einheit zusammen.  

Beheizt wird das Wohnhaus mit einer Stückholzheizung kombiniert mit einer Solaranlage. Solaranlage wurde wirksam in die Fassade integriert um auch im Winter bei Schneebedeckten Dächern ausreichend Ertrag zu er halten.

Die Fassade des Baukörpers ist komplett mit Weißtanneschindeln verkleidet und fügt sich somit perfekt in das Ortsbild ein. Die naturbelassene Schindelfassade bekommt mit der Zeit eine graue Patina und eine entsprechend zurückhaltende äußere Erscheinung.