efh_150 Einfamilienhaus Schwäbisch Gmünd

Das Wohnhaus steht an einem extrem steilen Hanggrundstück in Ortsrandlage einer kleinen Gemeinde im Ostalbkreis/Süddeutschland. Die Parzelle mit spektakulärem Blick auf die Kaiserberge der Schwäbischen Alb und einem alten Wohnhaus am Fuße der Parzelle stammt aus Familienbesitz. Der längliche Baukörper steht südorientiert parallel zur Höhenlinie am höchsten Punkt der Parzelle. Von dort aus bietet sich eine ideale Besonnung und ein spektakulärer Fernblick über die gesamte Region.  Das Gebäude selbst ist nur fußläufig über den Wanderweg zu erreichen. Die Fahrzeuge werden der in der bestehenden Garage des alten Wohnhauses geparkt. Eine geplante direkte Zufahrt wird bis auf weiteres nicht baulich umgesetzt. Ein Untergeschoß aus Sichtbeton wurde, topografisch bedingt, in den Hang eingeschoben und dient als Sockel für das aufliegende Obergeschoß aus Holz. Ein winkelförmiges Element aus Wand du Boden bildet zusammen mit einem optisch eingeschobenen Dachelement das Obergeschoß bzw. den Raum  für einen Wohn- und Schlafbereich auf einer Ebene. Erschlossen wird das Gebäude vom Wanderweg kommend von der Nordseite. Ein kupferbekleidetes Vordach schützt den Eingangsbereich vor der Witterung. Ein Garderobenbereich mit angrenzender Nasszelle empfängt den Besucher. Vom Garderobenbereich führt eine zweiläufige Treppe in das Untergeschoss mit Technikraum, Lager und einer überdachten Freifläche sowie talseitigem Gartenzugang. Das Eingangselement von Garderobe und Treppenbereich ist nordseitig über die ganze Länge und Höhe satiniert verglast und entsprechend lichtdurchflutet. Der Eingangsbereich mit Garderobe fungiert als Verteiler. Richtung Osten befindet sich rückwärtig ein Badezimmer. Daran anschließend Richtung Süden eine Ankleide mit Schlafzimmer. In weiterer Folge befindet sich ein Büro/Multifunktionsraum der getrennt durch eine Schiebetüre in direkter Verlängerung des Eingangsbereichs positioniert ist. Schlafzimmer und Büro sind entlang der Südfassade über die gesamte Raumbreite Richtung Süden mit einem durchgehenden Brüstungsfenster versehen. Bei geöffneter Schiebetüre wandert der Blick vom Eingangsbereich direkt in die Ferne. Richtung Süden und Westen öffnet sich ein über zwei Seiten raumhoch verglaster, offener Wohn-, Ess- und Kochbereich mit schier endlosem Fernblick. Ein Wohnzimmermöbel mit Holzofen in dessen Verlängerung, trennt den Treppenraum vom Wohnbereich und bildet in deren Folge einen Vorratsraum. Im Anschluss an den Vorratsraum fügt sich die offene Küche mit vorgelagerter Loggia. Ein großer Schiebeladen entlang der Nordfassade bildet einen Sichtschutz zum Wanderweg bzw. ermöglicht einen bergseitigen Gartenzugang. Die umlaufend raumhohe Glaselemente und die vorgelagerte Loggien erweitern den Wohn-, Ess- und Kochbereich. Eine Brüstung fügt die gesamten Räume optisch zu einer Einheit zusammen. Ein großes Vordach verschattet die Glasflächen und schützt somit vor sommerlicher Überhitzung. In den Wintermonaten hingegen wird die Sonneneinstrahlung durch die großen Glasflächen als passiver Energiebeitrag optimal genutzt. Beheizt wird das Gebäude mit einem Holzofensystem und einer thermischen Solaranlage auf dem Dach. Eine Photovoltaikanlage ist konstruktiv vorgesehen und kann jeder Zeit nachgerüstet werden.  Fassade, Fenster und Deckenverkleidung bestehen einheitlich aus unbehandeltem Weißtannenholz. Boden-, und Terrassenflächen wurden in unbehandeltem Eichenholz ausgeführt. Eingangsbereich und Nasszellen sind mit einem Bodenbelag auf Zementbasis versehen. Auf Lacke und Schutzanstriche wurde verzichtet. Die der Witterung ausgesetzte Holzfassade bekommt mit der Zeit eine bewusst natürlich graue Patina.