efh_224 Einfamilienhaus in Heilbronn

Das Wohnhaus steht auf einem abfallenden Grundstück am Ortsrand von Wüstenrot in Süddeutschland. Das Grundstück grenzt dreiseitig an einen Wald bzw. an den alten Baumbestand der Nachbargrundstücke. Auf dem Grundstück wurde ein bestehendes und baufälliges Wohnhaus abgerissen und auf dessen Grundfläche durch ein neues Wohnhaus ersetzt. Das Gebäude verfügt über drei Ebenen, die von außen, durch unterschiedliche Gliederung  und Schichtung einzelner Baukörper gut ablesbar sind. Ein teilweise in den Hang eingeschobenes Gartengeschoß mit Zugang bildet den Sockel des Gebäudes. Darauf aufgesetzt ein deutlich größerer und durch den umlaufenden Überhang betonter Hauptbaukörper aus Holz. Ein rückversetztes und mit Kupfer verkleidetes Dachgeschoß mit vorgelagerter Dachterrasse bildet den Abschluß. Eine lange Gartentreppe bzw. eine Zufahrtsstraße führt von der Straße aus hinauf zum Haus. Ein eingeschobenes Element markiert den Eingang und trennt gleichzeitig die Garage von den Wohnräumen im Gartengeschoß. Der überhängende Hauptbaukörper schützt den gesamten Eingansbereich vor der Witterung und verschattet die Räume im Gartengeschoß. Ein großzügiger Eingangsbereich mit Garderobe empfängt den Besucher. Vom Eingangsbereich führt direkt eine Tür in die Garage bzw. die dahinter liegenden Lager- und Abstellräume. Auf der anderen Seite erschließt ein Flur das Gästezimmer sowie einen Wellnessbereich mit  Nasszelle. Gästezimmer und Wellnessbereich  sind gartenseitig komplett verglast und große Schiebeelemente ermöglichen einen direkten Gartenzugang. Vom Eingangsbereich führt eine zweiläufige Treppe ins Obergeschoß. Große Glasflächen belichten den Treppenaufgang und schaffen schöne Ausblicke in den direkt angrenzenden Wald mit alten Eichen im Norden. Im Obergeschoß erstreckt sich ein großer Koch-, Ess- und Wohnbereich mit angrenzendem Büro und zweiseitig vorgelagerter Terrasse über die gesamte Südseite des Gebäudes. Raumhohe Verglasungen geben jeweils den Blick in die Ferne frei und sorgen für ausreichend Tageslicht. Die überdachte Terrasse erweitert optisch die raumhoch verglasten Räume und schützt gleichzeitig das Gebäude vor sommerlicher Überhitzung. Im Winter wird die Sonneneinstrahlung als passiver Energiebeitrag genutzt. Zwischen Essbereich und Wohnraum dient ein Holzofen als optischer Raumteiler. Auf der anderen Seite wird der Essbereich um eine überachten Außensitzplatz ergänzt. Der Kochbereich mit angegliedertem Vorratsraum ist rückwärtig angeordnet und hat aufgrund der Topografie des Geländes einen direkten Zugang in den hinteren Teil des Grundstückes mit altem Baumbestand. Ausgehend vom Treppenlauf werden über einen Stichflur eine rückwärtig angeordnete Nasszelle, ein Hauswirtschaftsraum sowie stirnseitig der Büroraum erschlossen. Eine nordseitig zum Wald orientierte eingeschobene Terrasse ermöglicht vom Büroraum Blickbezüge in den Baumbestand und komplettiert das Raumgefüge im Obergeschoß. Im Dachgeschoß, erschlossen über die zweiläufige Treppe, befindet sich Richtung Westen ein Schlafzimmer und Richtung Osten ein Bad mit Ankleide. Das Schlafzimmer, Bad und Ankleide sind nach Süden orientiert, und werden entlang der Glasfassade miteinander verbunden. Die Räume können mit Schiebtüren voneinander getrennt werden und haben jeweils einen direkten Zugang zur großen Dachterrasse. Ein großes Vordach verschattet die großen Glasflächen und überdeckt einen Teil der Dachterrasse. Einzelne Fenster im Schlafzimmer, Treppenhaus und Bad gliedern außerdem die Nordfassade und ermöglichen reizvolle Ausblicke in die Baumkronen. Die Fassade, Fenster bestehen einheitlich aus naturbelassenem Lärchenholz. Auf Lacke oder Schutzanstriche wurde ganz verzichtet. Die dauerhafte Kupferfassade und Holzfassade wittern somit würdevoll.